Montag, 4. Juli 2011

MacBook im 200-er Bus liegen gelassen und und nicht lang darauf wiederbekommen

Von Zeit zu Zeit muss so etwas wohl passieren, und dann sind die Sinne wieder für einige Zeit schärfer und wacher.

Der erste Ruf eines Bus-Fahrers (den ich ansprach) an die Zentrale ergab nichts; der zweite Ruf ergab, dass ein weiblicher Fahrgast eine Laptop gefunden habe und dass sie dem Bus-Fahrer erklärt habe, sie werde eine Telefonnummer anrufen, die sie in der Tasche gefunden habe. Mehr habe sie mit dem Bus-Fahrer nicht gesprochen, sie blieb also bis auf Weiteres unbekannt und unerreichbar. In der Zwischenzeit hatte ich die Hotline der BVG erreicht, den Fall erklärt und bekam meinen Kontakt-Details aufgenommen. Ca. eine Viertelstunde später meldete sich der freundliche Herr Dossm. von der BVG bei mir und gab mir die Kontakt-Details der Finderin durch. Ich nahm mit ihr Verbindung auf, und wir verabredeten uns an einer Haltestelle an selbiger Linie. Am Telefon und auch face2face gab sie an, sie würde dem Busfahrer nicht trauen und hätte das Teil deswegen an sich genommen und selbst versucht, den Besitzer zu kontaktieren.

Ich wollte ihr gerne einen Finderlohn geben, aber ich hatte nichts Kleineres als einen 20-Euro-Schein dabei. Ich fragte, ob  sie wechseln könne. Sie hatte unübersehbar ein Portmonnaie und einen Regenschirm dabei, aber nein, sie habe kein Geld dabei und sie könne nicht wechseln. Tja, was ist mir lieber: Ein ehrlicher Finder, der scharf auf den Finderlohn ist, oder ein echter Dieb? Tja … – aber eigentlich stellt sich die Frage ja sowieso nicht.

Summa summarum hatte ich nochmal Glück, und kann damit recht zufrieden sein.

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