Freitag, 2. September 2011

was man so im ICE erlebt … – eine neue Episode

Gerade stiegen zwei Jungs mit Laptop ein. Sie schauten zusammen einen Film an, ohne Kopfhörer, auf dem Computer-Lautsprecher. Soooo laut war's nicht, aber mich interessierte dann schon, mit welcher Art Lärm ich da berieselt wurde. Also schlich ich einmal an ihnen den Gang vorbei und wieder zurück. Und was war's? Ami-Soldaten in Alarm-Stimmung wohl auf einem Kriegsschiff. Ich fragte also, ob sie keine Kopfhörer hatten, und die Antworten war "Nein.". Einer fragte noch, ob's stören würde, und ich erwiderte, dass es halt Ruhebereich wäre. Dann war Ruhe.

Ich sah so den Bogen, von meinem kleinen Sohn bis zu diesen Unter-20-Jährigen irgendwie Kriegsbegeisterten. Und ich erinnerte mich an mein 30 Jahre altes Buch von 2001 mit Männern aus den beiden Weltkriegen mit Kriegsverletzungen. Ich werde das suchen und ab sofort für João Gabriel zur Abschreckung liegen lassen. Aus meiner Sicht hätte für ihn die Bundeswehr in Frage kommen können, und nachdem es wohl in seinem relevanten Alter keine deutsche Wehrpflicht geben wird, werde ich ihn auch nicht drängen zur IDF auszuweichen, wo ich ihn eher gern gesehen hätte. Aber gegen Kriegs- und Waffenbegeisterung helfen abschreckende Kriegsverletzungen, drastische Kriegsverletzungen. Das Bild, an welches ich mich erinnere: Ein Mann, dem die eine Hälfte des Gesichtes einfach fehlt – ja einfach fehlt. Grausig.

In Nürnberg stiegen die Jungs aus und enttarnten sich als Rekruten. Ja, mei …

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